Daten Betrieb Ulrich Rauth

Geographische, klimatische DatenSüdhessen Vorderer Odenwald, Höhenlage über NN: 191 - 274 m
Jährliche Niederschläge
781 mm
Mittlere Jahrestemperatur
9,4 °C

Boden

wechselnd von lehmiger Sand bis stark lehmiger Sand und sandiger Lehm bis Lehm
Bodentyp



Braunerde, Entstehungsart: Verwitterungsboden, Ackerzahlen: 23 – 68
Humusgehalt: 1,7 - 2,9%, Tongehalt: 10,8 - 16,7 %
ph-Wert: 5,4 - 6,8
Konservierende Bodenbearbeitung
Seit 2003; damals noch dreigliedrige Fruchtfolge bestehend aus: W. Raps, W.Weizen und W.Gerste
Maßnahmen zur Anpassung an Bodenverhältnisse



Ersatz von W.Gerste durch S.Gerste (Sommerbraugerste, gute Absatzmöglichkeiten an die ortsansässige Mälzerei), um dem Problem mit Weizendurchwuchs in der Gerste bei nicht wendender Bodenbearbeitung besser entgegenwirken zu können.
Durch den Wechsel von Winterung auf Sommerung ergaben sich weitere Vorteile im Hinblick auf die Unkrautbekämpfung insbesondere der Gräserbekämpfung und die Möglichkeit des Zwischenfruchtanbaues.  
Anbau von Sommerbraugerste wirkt sich günstig auf die Düngebilanz bei nur geringem N-Bedarf dieser Kultur aus.
Fruchtfolge erweitert und Zwischenfruchtanbau weiter intensiviert, um die kostspielige wasser- und humuszehrende Bodenbearbeitung weiter zu reduzieren.  
Seit dem Erntejahr 2013: Anbau von Sommerackerbohne zur Saatgutvermehrung.

Wirtschaftsweise

Bereits seit dem Herbst 2014 erfolgt der Anbau aller Kulturen der Fruchtfolge im einphasigen Strip-Till-Verfahren. Zur Stoppelbearbeitung kommt überwiegend ein Strohstriegel zum Einsatz, mit dem man bei richtigem Umgang und geeigneten Witterungsverhältnissen sehr schlagkräftig, wassersparend und kostengünstig arbeiten kann. Wurzelunkräutern wie Ackerkratzdistel, Acker- und Zaunwinde und Ungräser wie Quecken lassen sich mit diesem Gerät natürlich nicht bekämpfen. Dazu bedarf es flach schneidender Werkzeuge wie sie beispielsweise ein Flügelschargrubber oder ein Flachgrubber hat. Auf kritischen Fläche mit höherem Ungras- und Unkrautdruck wird aus den genannten Gründen der zweite Arbeitsgang mit dem Striegel durch einen flachen Grubberstrich mit dem Flügelschargrubber ersetzt. Der Flügelschargrubber kommt auch regelmäßig vor den Sommerungen in zwei Arbeitsgängen zum Einsatz. Der erste Arbeitsgang wird im zeitigen Frühjahr bei geeigneten Bodenverhältnissen oder leichtem Frost durchgeführt und dient in erster Linie zur Beseitigung der nicht immer sicher abfrierenden Zwischenfrucht. Das teilweise noch vorhandene Ausfallgetreide und Unkräuter werden dabei gleich mit beseitigt. Der zweite Arbeitsgang wird kurz vor der Aussaat der jeweiligen Sommerung durchgeführt. Bei beiden Arbeitsgängen wird insbesondere Wert auf eine nur sehr flache Bearbeitung des Bodens gelegt, um die Struktur und den kapillaren Anschluss an den Unterboden weitestgehend zu erhalten. Die Scharflügel arbeiten dabei meist in eine Tiefe von etwa fünf Zentimetern, um ein gutes Arbeitsergebnis zu erreichen und die Scharspitzen etwas tiefer - je nach Verschleiß.

Fruchtfolge

Körner-Raps

Winter-WeizenSommer-AckerbohnenWinter-Weizen

Sommer-Gerste

Sorte: Penn Sorte: JulieSorte: FanfareSorte: JulieSorte: Avalon
1.Jahr2.Jahr3.Jahr4.Jahr5.Jahr
Vor dem Anbau der Hauptfrucht S.Ackerbohnen: Zwischenfruchtgemenge abfrierendVor dem Anbau der Hauptfrucht
W.Weizen: Zwischenbegrünung, abfrierend
Vor dem Anbau der Hauptfrucht
S.Gerste: Zwischenfruchtgemenge abfrierend
20 % der AF20 % der AF20 % der AF20 % der AF20 % der AF

Die aktuelle Fruchtfolge ist eine typische Direktsaatfruchtfolge mit stetigem Wechsel von Blatt- und Halmfrüchten, Sommerungen und Winterungen. Wobei vor einer Sommerung immer eine abfrierende Zwischenfruchtmischung angebaut wird.

Zwischenfruchtmischungen

NameDrillenZusammensetzung
DSV Terra Live Aqua Pro    25,00 kg/ha12 % Buchweizen, 10 % Öllein, 14 % Phacelia, 5 % Kr-Ramtillkraut, 37% Rauhafer, 2 % Färberdistel, 10 % Sonnenblumen, 10 % Sudangras
DSV Terra Live Sondermischung (ohne Rauhafer)20,00 kg/ha25% Buchweizen, 20% Öllein, 13% Phacelia, 10% Kr-Ramtillkraut, 2% Färberdistel, 15% Sonnenblumen, 15% Sudangras
Eigenmischung zur Zwischenbegrünung5 kg/ha 80 % Ramtillkraut und 20 % Kresse; läuft zusammen mit den Ausfallackerbohnen auf

 

 

 

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